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03.11.09
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Gut
durch die Winterzeit
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Jahreszeitliche
Stimmungsschwankungen, d.h. Frühjahrsmüdigkeit aber
auch so genannte Winterdepressionen, können ein Hinweis auf
eine gestörte Schilddrüsenfunktion sein. Deshalb sollte
bei erstmalig auftretenden Beschwerden immer auch eine
Schilddrüsendiagnostik erfolgen.
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Aber
auch wer bereits an einer Schilddrüsenerkrankung leidet,
bemerkt oft Veränderungen im Jahresverlauf. So berichten
einige Betroffene, dass sich ihr Schilddrüsenhormonbedarf
dahingehend ändert, dass sie im Winter etwas
mehr Schilddrüsenhormone benötigen und im
Sommer etwas weniger. Die genauen Zusammenhänge sind noch
nicht ausreichend erforscht. Aber zumindest weiss man, dass die
Hypophysentätigkeit und damit auch die Aktivität der
Schilddrüse durch äußere Faktoren wie Licht,
Wärme und Sonneneinstrahlung beeinflusst wird. Vermutlich
kommen diese jahreszeitlichen Schwankungen durch Wechselwirkungen
zwischen Melatonin und der Schilddrüsenfunktion zustande. Im
Sommer, wenn es lange hell ist, wird weniger Melatonin produziert
als im Winter, wenn es länger dunkel ist. Melatonin macht
uns müde, träge, lustlos und traurig. Ausserdem ist
bekannt, dass Melatonin das Immunsystem stimuliert, worin
eventuell eine Ursache dafür liegen kann, dass insbesondere
viele Hashimoto-Betroffene während des Winterhalbjahrs
vermehrt unter Krankheitsschüben leiden.
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Daneben
ist es wichtig auf eine ausreichende Versorgung
mit Vitaminen und Mineralstoffen zu achten.
Beispielsweise das Vitamin D wird mit Hilfe von Sonnenlicht in
der Haut selbst gebildet. Aufgrund der mangelnden
Sonneneinstrahlung und kürzeren Aufenthalten im Freien kommt
es im Winterhalbjahr allerdings oft zu einem Vitamin-D-Mangel.
Dabei ist Vitamin D wesentlich für ein gut funktionierendes
Immunsystem und auch ein Einfluss auf die Entstehung und den
Verlauf von Autoimmunerkrankungen wird diskutiert. Ein weiterer
Problemnährstoff - nicht nur im Winter - ist das Eisen. Über
70% aller Patienten mit einer Schilddrüsenunterfunktion
leiden unter einem Eisenmangel. Dabei ist eine gute Versorgung
mit Eisen entscheidend für die Aufrechterhaltung der
Körpertemperatur und Aktivierung des Stoffwechsels. Darüber
hinaus wird empfohlen sich im Winter möglichst
antioxidantienreich zu ernähren. Antioxidantien sind
beispielsweise die Vitamine A,C,E sowie die Spurenelemente Selen
und Zink. Sie wirken vorbeugend gegen Erkältungskrankheiten.
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Besonders
die Betroffenen der autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen
berichten von Problemen mit der Muskulatur, die im Winterhalbjahr
oft deutlich stärker ausgeprägt sind als im
Sommerhalbjahr. Bei diesen Muskelschmerzen kann die Einnahme
eines hochdosierten Magnesiumpräparates oder ein
heißes
Wannenbad mit
Badezusätzen aus Rosmarin und Wacholder schmerzlindernd
wirken. Massagen
mit Arnikaöl
oder regelmässige
Saunabesuche
können ebenfalls unterstützend bei der Behandlung von
Muskelverspannungen helfen. Bei hartnäckigen Muskelproblemen
lohnt sich ein Therapieversuch mit Präparaten die
Teufelskralle, Weihrauch oder Chinarinde enthalten.
Empfehlenswert sind auch tägliche TENS-Behandlungen.
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