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10.11.09
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Eine
Schilddrüsenfehlfunktion erkennen
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Die
Beschwerden die durch eine Schilddrüsenfehlfunktion
ausgelöst werden können sind ausgesprochen vielfältig
und genau deshalb fällt es sehr vielen Betroffenen (und auch
einigen Ärzten) schwer diese eindeutig der
Schilddrüsenerkrankung bzw. noch genauer einer Unter- oder
Überfunktion der Schilddrüse zuzuordnen.
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Eine
deutlich ausgeprägte Schilddrüsenunterfunktion lässt
sich im Normalfall bereits an charakteristischen Veränderungen
des Aussehens gut erkennen. Dies sind beispielsweise
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strohige, trockene Haare
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blasse "wächsernd wirkende" Gesichtshaut
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ausgedünnte, seitliche Augenbrauen
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Schwellungen der Augenoberlider
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Zahneindrücke an der Zunge
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schuppige, trockene Haut
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Übergewicht
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Längsrillen in den Fingernägeln
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verschwindende Nagelmonde
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(Neigung zu) blauen Flecken
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gelbliche Färbung der Fußsohlen und Handinnenflächen
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Darüber
hinaus gibt es verschiedene Tests, die wichtige Hinweise auf eine
Schilddrüsenfehlfunktion geben können. Beim Hocktest
werden die Patienten gebeten sich hinzuhocken und nach einer
kurzen Wartezeit dann aufgefordert wieder aufzustehen. Können
die Patienten nicht aus eigener Kraft und ohne sich mit den Armen
abzustützen wieder aufstehen gilt dies als Zeichen für
eine Muskelschwäche in den Oberschenkeln und damit als
Hinweis auf eine Schilddrüsenüberfunktion. Beim
Arm-Ausstreck-Test
wird überprüft, ob die Patienten mit ausgestreckten
Armen die Hände ruhig halten können oder ob die Hände
zittern, was wiederum als Indiz für eine
Schilddrüsenüberfunktion gewertet wird.
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Ergänzend
dazu sollten die Schilddrüsenwerte (TSH, fT3, fT4)
selbstverständlich kontrolliert werden. In
der Einstellungszeit sind regelmässige Untersuchungen alle
vier bis sechs Wochen wichtig, während bei guter Einstellung
eine Kontrolle ein- bis zweimal jährlich ausreicht. Sind die
Schilddrüsenparameter im Normalbereich können
allerdings trotzdem Disbalancen im Schilddrüsenhormonstoffwechsel
vorliegen.
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Im
Hinblick darauf können weitere
Laborergebnisse
Hinweise auf eine Schilddrüsenfehlfunktion geben.
Beispielsweise das Cholesterin ist bei einer
Schilddrüsenunterfunktion erhöht und bei einer
Schilddrüsenüberfunktion erniedrigt. Calcium ist
während einer Hypothyreose oft erniedrigt und während
einer Hyperthyreose erhöht. Vitamin D ist manchmal bei einer
Schilddrüsenunterfunktion erhöht und bei einer
Schilddrüsenüberfunktion erniedrigt. Bei einer
Hyperthyreose werden oft auch niedrige Spiegel von Kuper und
Magnesium gemessen. Eisen ist bei einer Schilddrüsenunterfunktion
häufig erniedrigt. Insbesondere bei den autoimmunen
Schilddrüsenerkrankungen sind auch Entzündungsmarker
wie Leukozyten, C-reaktives Protein und
Blutsenkungsgeschwindigkeit verändert. Leicht erhöhte
Leberwerte (GGT, GPT, GOT) können ebenfalls bei einem Morbus
Basedow oder einer Hashimoto-Thyreoiditis vorkommen. Antinukleäre
Antikörper werden ungefähr bei jedem 3.
Hashimoto-Kranken festgestellt. Eine Hypothyreose ist eine
mögliche Ursache für den Anstieg von Prolaktin.
Ausserdem sind im Zusammenhang mit Schilddrüsenerkrankungen
gelegentlich veränderte Werte des Hormons Cortisol messbar.
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