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13.04.10
Ratgeberliteratur zum Thema Depression

Vergangene Woche habe ich einige Links zum Thema Depression veröffentlicht. In dieser Woche möchte ich drei lesenswerte Bücher zum Leben mit einer Depression bzw. einem depressiven Angehörigen kurz vorstellen.

Prof. Dr. Ulrich Hegerl, Svenja Niescken „Depressionen bewältigen. Die Lebensfreude wiederfinden(Partnerlink)
TRIAS-Verlag, Stuttgart 2008 (2. Auflage), Preis 19,95 EUR

Meine Meinung: Ein übersichtlich gestalteter und anschaulich aufbereiteter Ratgeber, welcher in die vier Kapitel Basiswissen, Ursachen, Therapie und Selbsthilfe gegliedert ist. Der inhaltliche Schwerpunkt wurde auf den Punkt Therapie gelegt, d.h. das Buch zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass medikamentöse, psychotherapeutische und weitere Behandlungsansätze erläutert werden. Ergänzend dazu gibt es beispielsweise einen Selbsttest zur Frage „Bin ich depressiv?“ oder kleine Blöcke mit Infos, Tipps oder kurzen Erfahrungsberichten von Betroffenen.

Dr. Rolf Merkle „Wenn das Leben zur Last wird(Partnerlink)
PAL-Verlag, Mannheim 2010 (15. Auflage), Preis 12,80 EUR

Meine Meinung: Ein sehr schöner, verständlich geschriebener Ratgeber für alle, die mit depressiven Verstimmungen bis hin zu mittelschweren Depressionen zu kämpfen haben. Basierend auf der kognitiven Verhaltenstherapie werden unterschiedliche, einfach umzusetzende Selbsthilfe-Strategien vorgestellt, die Betroffenen dabei helfen ihre Depressionen zu überwinden. Wohltuend ist der warmherzige und positive Tenor des Buches. Man merkt, dass der Autor nicht nur über viel Erfahrung mit der Behandlung von depressiven Patienten verfügt, sondern er ist wirklich nah an den Menschen dran. Ein sehr empfehlenswertes Buch!

Jeannette Bischkopf „So nah und doch so fern. Mit depressiv erkrankten Menschen leben(Partnerlink)
BALANCE-Verlag, Bonn 2009 (1. Auflage), Preis 14,95 EUR

Meine Meinung: Dieses Buch wurde für die Angehörigen von Depressiven geschrieben. Ein wichtiges, aber meist vernachlässigtes Thema! Dabei verlangt das Leben mit einem depressiv erkrankten Menschen den Angehörigen oft alles ab. Sie sind plötzlich für vieles allein verantwortlich, müssen im Alltag etliche zusätzliche Aufgaben übernehmen und sich zudem um den oftmals ständig Aufmerksamkeit fordernden, unaufhörlich klagsamen Depressiven kümmern. Als Folge schwanken viele Angehörige zwischen Verständnis, Hilflosigkeit, Wut und Erschöpfung. Bischkopf nimmt sich dieser Problematik an und zeigt Wege auf, die es den Angehörigen ermöglichen mit der belastenden Situation konstruktiv umzugehen.
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