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15.09.09
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Wohlfühlgewicht (nicht) in Sicht
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Theoretisch ist alles
ganz einfach. Während einer Schilddrüsenunterfunktion
läuft der gesamte Stoffwechsel auf Sparflamme und man nimmt
an Gewicht zu. Durch die Therapie mit Schilddrüsenhormonen
normalisiert sich der Stoffwechsel und man verliert die in
Unterfunktion zugenommenen Pfunde. Schön wär's!!!
Schade nur, dass das so einfach nicht funktioniert ...
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Was also tun, wenn
das Hüftgold nicht auf wundersame Weise dahinschmilzt?
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Um trotz
Schilddrüsenerkrankung erfolgreich abzunehmen, werden zwei
Dinge empfohlen
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1. Sport,
weil dadurch die schilddrüsenunterfunktionsbedingte,
metabolische Verlangsamung des Stoffwechsels ausgeglichen wird.
Geeignet sind besonders Ausdauersportarten
wie Spazieren gehen, Joggen, Radfahren oder Schwimmen.
Bereits durch täglich 30 bis 60 Minuten Bewegung wird einer
Insulinresistenz entgegengewirkt.
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2.
Eine niedrig
glykämische Ernährung, die auf
Lebensmittel wie Nudeln, Reis, Weißmehlprodukte,
Süßigkeiten, Nachspeisen und gesüßte
Getränke verzichtet und stattdessen aus fettarmen
Eiweißprodukten sowie Obst und Gemüse besteht. Dadurch
werden Blutzuckerspitzen, ein Anstieg der Insulinausschüttung
und eine damit vernundene vermehrte Umwandlung von Kohlehydraten
in Körperfett vermieden.
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Galt also bislang der
Grundsatz „Fett macht fett“ und wurde zur
Gewichtsreduktion entsprechend eine möglichst fett- und
eiweißarme Ernährung empfohlen, so wird aktuell der
Verzicht auf Kohlehydrate
propagiert. Hintergrundidee ist, dass es durch den häufigen
Verzehr größerer Mengen Kohlehydrate zu dauerhaft
erhöhtem Blutzucker und damit auch Insulin kommt. Hohe
Konzentrationen an Insulin im Blut hemmen aber den Fettabbau. Aus
diesem Grund bleiben herkömmliche, d. h. fettreduzierte und
kohlenhydratreiche Diäten bei schilddrüsenkranken
Personen oft so erfolglos.
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Der Begriff
Kohlehydrate ist dabei nur eine andere Bezeichnung für
Zucker. Je nach Anteil der Zuckerbausteine unterscheidet man
zwischen Einfach-, Zweifach- und Vielfachzucker. Einfachzucker
(Monosaccharide) sind z. B. der im Obst enthaltene Fruchtzucker
oder Traubenzucker. Zu den Zweifachzuckern (Disaccharide) gehören
der Malzzucker wie er im Bier vorkommt, Milchzucker oder
Haushaltszucker. Vielfachzucker (Polysaccharide) sind
beispielsweise pflanzliche Stärken wie sie sich in
Kartoffeln, Reis oder Getreide befinden oder tierische Stärke.
Kohlehydrate sind eine für den Körper sehr leicht
zugängliche Energiequelle. Sie können in schnell
resorbierbare Kohlehydrate (z. B. Süßigkeiten) und
langsam resorbierbare Kohlehydrate (z. B. Vollkornbrot)
unterteilt werden. Schnell resorbierbare Kohlehydrate führen
zu einem raschen Blutzuckeranstieg. Steigt der Blutzuckerspiegel
im Blut an, reagiert die Bauchspeicheldrüse daraufhin mit
der Produktion von Insulin. Insulin ist entscheidend an der
Verwertung des Blutzuckers beteiligt. Langsam resorbierbare
Kohlehydrate erhöhen den Blutzuckerspiegel weniger
schlagartig, so dass eine geringere Menge Insulin ausgeschüttet
wird. Ein Teil der Kohlehydrate gelangt über das Blut in die
Körperzellen, wo sie mittels Enzymen direkt in Energie
umgewandelt und verbraucht werden (Glykolyse). Bei einem
Überangebot an Kohlehydraten wird ein weiterer Teil in Form
von Glykogen insbesondere in der Leber und in der Muskulatur
gespeichert. Bei körperlicher Anstrengung werden diese
Speicher zur schnellen Energiegewinnung geleert. Wenn darüber
hinaus noch weitere Kohlehydrate übrig sind werden sie vom
Körper in Fett umgewandelt und dann in den Körperfettdepots
gespeichert.
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Montignac-Methode ... essen und dabei abnehmen
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Um trotz bestehender
Schilddrüsenerkrankung dauerhaft abzunehmen, sollte also auf
schnell resorbierbare Kohlehydrate wie weißer Reis,
Kartoffeln, Pommes frites, Nudeln, Pizza, Weißbrot,
Brötchen, Cornflakes, Kuchen, Kekse, Kartoffelchips,
Süßigkeiten und Limonaden verzichtet werden. :-(
Erlaubt sind stattdessen Obst und Gemüse, Milchprodukte,
mageres Fleisch oder Fisch und Vollkornerzeugnisse. Eine
dauerhafte Gewichtsabnahme ist aber nicht allein durch die
Umstellung der Ernährung sondern nur durch zusätzlichen,
regelmässigen Sport zu erzielen! Und dafür sollte man
sich einigermaßen "Gesund & Fit" fühlen,
was ja längst nicht bei allen Schilddrüsenkranken
selbstverständlich ist.
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Es müssen auch
nicht immer gleich 30 kg Gewichtsabnahme und Kleidergröße
36 sein!
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Jedes Kilogramm
weniger ist ein Schritt hin zum Wohlfühlgewicht.
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Probieren Sie es mit
einem kleinen 3-Tage-Programm
aus und verändern Sie zunächst nur Ihren Feierabend.
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Gönnen Sie sich am
späten Nachmittag eine Stunde Bewegung (zügiges
Spazierengehen, Fahrradfahren) und nehmen Sie zwei Stunden danach
ein kohlehydratarmes und eiweissreiches Abendessen ein.
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Beispielsweise
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1. Tag: Gemischter
Blattsalat mit Putenbruststreifen
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2. Tag:
Pellkartoffeln mit Kräuterquark
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3. Tag:
Tomaten-Thunfisch-Salat mit Joghurtdressing
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Viel Erfolg!
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Neu ist diese Idee
übrigens nicht, sondern sie wurde bereits umgesetzt als
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Low-Carb,
Logi-Methode, Glyx-Diät, Montignac-Methode
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Und wenn es
trotzdem nicht klappt?
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Bleiben Sie einfach
wie Sie sind und Sie liegen voll im Trend!
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Die Welt:
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Weich,
rund, nicht wabbelig - auf keinen Fall mager
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... und was diese
überregionale Tageszeitung mit dem Thema Schilddrüse zu tun hat, können Sie hier nächsten Dienstag nachlesen.
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