- 20.04.10
-
Gletscherschmelze
verantwortlich für Jodmangel?
-
-
Sicher
haben Sie schon mal irgendwo gelesen "Deutschland ist ein
Jodmangelgebiet, weil das ursprünglich vorhandene Jod
während der letzten Eiszeit vor rund 11.000 Jahren verloren
ging.". In diesem Zusammenhang wird oftmals weiter behauptet
„Das Schmelzwasser der abtauenden Gletscher wusch das Jod
aus Böden und Gesteinen und spülte es ins Meer.“.
-
-
Nachfolgend
sind sieben Gründe aufgeführt warum diese weit
verbreitete Annahme falsch sein muss.
-
-
1.
Die meisten europäischen Gletscher sind keine
Überbleibsel aus der letzten Eiszeit (Pleistozän),
sondern sie sind überhaupt erst vor rund 5.000
Jahren entstanden. Bis dahin war Europa weitgehend eisfrei,
d. h. es gab in Deutschland keine Gletscher die hätten
schmelzen können!
-
-
2.
Während einer Eiszeit (Kaltzeit) ist es im Übrigen,
wie der Begriff schon vermuten lässt, kalt um nicht zu sagen
eiskalt. ;-) Das bedeutet genau das Gegenteil, nämlich dass
es nicht zu Gletscherschmelzen, sondern zu Gletschervorstössen
kommt.
-
-
3.
Wenn überhaupt, dann könnten die Gletscher also nur
während der aktuellen Nacheiszeit (Holozän) geschmolzen
sein. Aber auch in den sogenannten „Wärmephasen“
eines Eiszeitalters ist das Klima relativ kalt, d.h. die
Eisbedeckung in der Nähe der Pole und der höheren
Gebirge bleibt fast vollständig erhalten. Im aktuellen
Känozoischen Eiszeitalter gab es in der "Wärmephase"
sogar bereits sehr kalte Phasen, wie z.B. vor 6.000 bis 4.000
Jahren und 2000 Jahren, in denen es zu Gletscherausdehnungen und
-neubildungen (s.o.) kam.
-
-
4.
Natürliches Jod kommt in Böden, in Gesteinen und im
Meerwasser vor. Durch Regen oder Schmelzwasser aus dem Boden oder
Gesteinen gelöstes Jod versickert entweder über
tiefere Erdschichten z.T. ins Grundwasser* (gelangt also ins
Trinkwasser) oder es wird oberirdisch in die
Flüsse und auf diesem Weg teilweise weiter ins Meerwasser
geleitet.
-
-
5.
Diese Verwitterungsprozesse finden fortlaufend statt, d.h.
auch heute noch wird in Gesteinen enthaltenes Jod auf diese Weise
freigesetzt. Auch die Boden- bzw. Humusbildung (Nährstoffdepot
für Pflanzen) ist zu keinem Zeitpunkt abgeschlossen gewesen.
-
-
6.
Die Wasserlöslichkeit von
Jod ist gering. Die Gletscher werden
vermutlich keinen Alkohol enthalten haben, welcher die
Löslichkeit des Jods erheblich verbessert hätte. ;-)
Ausserdem ist eher unwahrscheinlich, dass das Schmelzwasser
selektiv nur das Jod und nicht auch andere wasserlösliche
Substanzen ausgewaschen haben soll.
-
-
7.
Jod welches in ein Oberflächengewässer gelangt ist,
bleibt dort nicht gebunden (bis es im Meer angekommen ist),
sondern es wird auch als Jodgas in die Luft freigesetzt.
Durch Niederschläge gelangt es wieder in den Boden vor Ort.
-
-
*
Deutsche Heilbäder mit Jodquellen: Bad Bevensen, Bad Endorf,
Bad Hall, Bad Schwartau, Sulzbrunn im Allgäu, Bad Tölz,
Bad Westernkotten, Bad Wiessee am Tegernsee, Nordseebad Dangast,
Ostseeheilbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin
|
-
-
-
- -
Anzeige -
-
-
BMI berechnen bei xx-well.com
Nach diesem Check wissen Sie ganz genau, was Ihr Körper braucht. In den folgenden drei Phasen erstellen wir aus Ihrem Body-Mass-Index (BMI), Ihrer Waist-to-Hip-Ratio (WHR) und Ihrer Body-Fat-Distribution (BFD) Ihr persönliches Analyse-Ergebnis.
xx-well.com BMI Rechner

|