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22.09.09
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Schilddrüsenkrank
erfolgreich - Prominente Vorbilder
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Letzte Woche hatte
ich den Artikel einer überregional erscheinenden
Tageszeitung verlinkt. DIE WELT ist eine Publikation der Berliner
Axel Springer AG. Jetzt fragen Sie sich wahrscheinlich was um
alles in der Welt ;-) das mit dem Thema dieser Internetseite zu
tun hat. Ganz einfach ... Der Verlag wurde 1946 von Axel Springer
(1912 - 1985) gegründet. Axel Springer war über
Jahrzehnte der erfolgreichste deutsche Verleger - und er war
schilddrüsenkrank. Keiner von denen die morgens ihre
Schilddrüsenhormontablette eingenommen und ansonsten nicht
viel von ihrer Schilddrüsenerkrankung gemerkt haben, sondern
jemand der zeitlebens mit gesundheitlichen Einbrüchen zu
kämpfen hatte.
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Hier mal ein Zitat
aus einer Biografie über Axel
Springer:
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"[...]
Fieberschübe, Grippeanfälle, Schweißausbrüche
passieren in kürzeren Abständen. Die Mittel, die er
gegen die Unterfunktion der Schilddrüse nehmen muß,
schwächen die Abwehrkräfte des Körpers. Der
ständig Fröstelnde neigt zu Depressionen, und nicht
alle sind gespielt. Schlafstörungen sind für ihn fast
schon normal, die hatte er immer schon, aber früher hat er
sie leichter verkraftet, weil er jünger war. Eher unachtsam
schluckt er die Tabletten, die ihm seine Frau genau nach Plan
hinlegt, was sie nie vergißt. Manchmal nimmt er sechs,
manchmal nur zwei, manchmal alle auf einmal. Doch nur mit ganz
genauen Dosierungen, die immer wieder vom Arzt aufgrund seiner
aktuellen Werte bestimmt werden müssen, hätte das ganze
Sinn gemacht. Die Spontaneität, die ihn auszeichnete, ist
nicht hilfreich, wenn es gilt, stur nach Plan vorzugehen, also
zum Beispiel regelmässig Tabletten einzunehmen. Unruhe
treibt ihn, stärker als früher, als es die positive
Unruhe des Kreativen war, die ihn nicht stillsitzen ließ.
[...] Apotheker an den Orten, an denen sich der erschöpfte
Verleger in seinen letzten Lebensjahren aufhält, haben immer
eine große Menge der Medikamente vorrätig, die er
braucht. Es ist inzwischen nicht nur die Schilddrüse, die
ihn durch ihre Unterfunktion immer wieder schwächt und für
Infektionen anfällig macht. Es bereitet ihm Mühe zu
gehen, weil die Muskelschwäche nicht zu beheben ist. [...]
Er sah zwar schlimm aus, fahl und mit Flecken im Gesicht, und nur
mühsam konnte er sich aufrecht halten. Aber ihm fehlte
eigentlich nichts, meint die ausgebildete Krankenschwester, was
nicht ein paar Wochen jodhaltige Luft auf Sylt, die ihm ja immer
schon geholfen hat, geheilt hätten. Anständige
Ernährung dazu und viele Spaziergänge. [...]"
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Entnommen
aus dem Buch "Der Verleger. Der Fall Axel Springer" von
Michael Jürgs (Amazon)
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Aber auch andere
prominente Vorbilder leiden an Erkrankungen der Schilddrüse.
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Rechts sehen Sie
Werbung der in Hamburg erscheinenden Wochenzeitschrift DIE ZEIT
die in den Druckereien der Axel Springer AG entsteht. Herausgeber
ist seit mehr als zwei Jahrzehnten Helmut Schmidt (*1918). Helmut
Schmidt ist den meisten sicher bekannt aus
seiner Zeit als Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland
(1974 - 1982). Kurz davor war er übrigens am Morbus Basedow
erkrankt. Helmut Schmidt ist Ehrenmitglied der 1995 gegründeten
Schilddrüsen-Liga Deutschland e.V.
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Die Autobiografie von
Helmut Schmidt "Ausser
Dienst. Eine Bilanz" (Amazon) ist erst kürzlich
erschienen.
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Aber wo wir schon bei
den bekannten deutschen Zeitungen sind ... ein Zitat aus dem
Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL
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"[...] Jede
Überproduktion wirkt wie starker Stress. Das Herz schlägt
schnell und bis zum Hals, Hitzegefühl und innere Unruhe
quälen den Patienten. Er verliert rasch Gewicht. Seine Hände
zittern, die Selbstkontrolle wird immer schwieriger, schließlich
unmöglich. Kanzler-Aspirant Helmut Schmidt über den
inneren Zustand des Basedow-Kranken: "Beschissen." Er
muß es wissen. Mindestens ein Jahr, von Mitte 1971 bis
Frühjahr 1972, laborierte der starke Mann aus Hamburg an
einer -- unerkannten und fehlbehandelten -- Überfunktion der
winzigen Drüse, die "auch den stärksten Minister
umschmeißen kann" ("Bild"). Monatelang fiel
Schmidt immer wieder ins Bett des Koblenzer
Bundeswehr-Zentral-Krankenhauses, bis die Militärärzte
endlich die richtige Diagnose stellten; sie waren nicht drauf
gekommen, weil bei Schmidt zwei der drei typischen Merseburger
Zeichen, Kropf und Froschaugen, fehlten. [...]"
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Entnommen
aus dem Text "Trügerische Trias", DER SPIEGEL,
13.05.1974 (PDF)
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Liest sich auch nicht
gerade wie "Schilddrüsenkrank - das macht doch
nichts!", oder?
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Aber trotzdem oder
vielleicht gerade deshalb gehören sowohl Helmut Schmidt als
auch Axel Springer zu den beeindruckensten Charakteren der
Gegenwart bzw. jüngeren deutschen Geschichte. Sie sind
Menschen, die das Land bewegten!
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Und was ist mit
Ihnen? Ich bin sicher ...
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Alles
was Sie sich erträumen, können Sie auch erreichen!
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Ältere Beiträge
in dieser Reihe:
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15.09.09
Wohlfühlgewicht
(nicht) in Sicht
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Und wenn der
berufliche Erfolg noch auf sich warten lässt ...
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gehen Sie trotzdem
Ihren Weg. Karriere ist schliesslich nicht alles!
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Und weil Gesundheit
keine Frage des Einkommens sein sollte, finden Sie hier nächsten
Dienstag Tips wie man als Schilddrüsenpatient Geld sparen
kann.
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