- 25.05.10
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Nachlese
Aktion „Farbe bekennen“, Teil 2
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Insgesamt
haben sich 895 Personen an der Aktion „Farbe bekennen“
beteiligt. Davon waren 824 weiblich und 71 männlich.
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Dies entspricht einem
Verhältnis von 11,6 zu 1 und spiegelt in etwa die Angaben in
der medizinischen Fachliteratur wieder.
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Dort ist nachzulesen,
dass im Durchschnitt 10 mal mehr Frauen als Männer an einer
Hashimoto-Thyreoiditis erkranken.
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Bei
23 der insgesamt 895 Teilnehmer fehlte eine konkrete
Altersangabe, so dass diesbezüglich nur die Angaben von 872
Personen ausgewertet wurden. Das Durchschnittsalter lag bei 37,6
Jahren. Der jüngste Teilnehmer war fünf Jahre alt und
der älteste Teilnehmer war 80 Jahre alt. Die Altersgruppen
der 30 bis 39jährigen und 40 bis 49jährigen waren
zahlenmässig am stärksten vertreten. In diesem
Zusammenhang wieder der Hinweis auf die medizinische
Fachliteratur, nach welcher der Erkrankungsgipfel bzgl. der
Hashimoto-Thyreoiditis im vierten und fünften
Lebensjahrzehnt liegt.
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Bei
der Aktion „Farbe bekennen“ ging es nur um diejenigen
Hashimoto-Thyreoiditis-Erkrankten
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1.
deren Diagnose mindestens sechs Monate zurücklag,
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2.
die aufgrund der Behandlung mit einem Schilddrüsenhormonpräparat
normale Werte von TSH, fT3 und fT4 aufwiesen und
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3.
bei denen weiterhin deutliche Einschränkungen der
Lebensqualität bestehen.
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Von
895 Teilnehmern an der Aktion "Farbe bekennen" beklagt
rund die Hälfte (457), dass sie trotz Behandlung mit einem
Schilddrüsenhormonpräparat durch anhaltende Müdigkeit
und Erschöpfung in ihrer Lebensqualität
eingeschränkt sind.
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Rund
die Hälfte aller teilnehmenden Hashimoto-Patienten leidet
nach eigenen Angaben unter Muskel- und Gelenkschmerzen
(445) sowie unter teilweise deutlichem Übergewicht
(457). Im Hinblick darauf wurde häufiger eine
Gewichtszunahme von 20 bis 30 kg innerhalb eines Jahres genannt.
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Fast
jeder Dritte der erfassten Hashimoto-Thyreoiditis-Erkrankten ist
von Konzentrations- und Gedächtnisproblemen (300)
betroffen.
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Trotz
Schilddrüsenhormontherapie und normwertigen
Schilddrüsenparametern gaben etliche Personen an, dass sie
an Herz-Kreislauf-Problemen (187) und/oder Schwindel
(140) leiden.
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In
einem nennenswerten Umfang wurden auch psychische Probleme
erwähnt. Diesbezüglich wurden von den teilnehmenden
Hashimoto-Thyreoiditis-Erkrankten insbesondere Depressionen
(148), Angst- und Panikattacken (187) sowie
Stressintoleranz (83) und eine insgesamt mangelnde
Belastbarkeit (84) genannt.
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Relativ
häufig, d.h. ungefähr bei jedem sechsten Teilnehmer an
der Aktion „Farbe bekennen“, bestanden zudem
Magen-Darm-Probleme (Übelkeit, Blähungen, Völlegefühl,
Verstopfung). Da gleichzeitig sehr oft konkrete
Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Gluten, Lactose)
angegeben wurden, ist ein Zusammenhang mit der
Hashimoto-Thyreoiditis zumindest fraglich.
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Weitere
von Teilnehmern an der Aktion "Farbe bekennen" genannte
Krankheitssymptome sind Wassereinlagerungen (86), trockene Haut
(99), Lokalsymptome (55) oder ein Grippegefühl (48).
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